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Wohnmobil selber ausbauen (1): Dämmung und Isolierung

vanausbau-dämmung-klöpferholz-free-photos-pixabayDer Selbstausbau von Kastenwagen, LKW, Wohnwagen, Bus oder Van erfordern viel Zeit für Planung und Ausbau. Und die Kosten für einen Vanausbau oder Camperausbau können ähnlich hoch liegen wie der Preis für ein gebrauchtes, komplett eingerichtetes Wohnmobil. Aber Campingbus, Transporter, Kastenwagen oder Camper selber einrichten bringt die Freiheit, sein Gefährt ganz individuell einzurichten. Und diese Freiheit ist: unbezahlbar. Foto: Free-Photos/pixabay.com

Vanausbau: Zuladung und Dämmung

Freiheit, Natur, Abschalten: Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung kann sich jeder fünfte Deutsche vorstellen, in den kommenden Jahren einen Urlaub mit einem Caravan zu machen. Nur: Möchte man ein Wohnmobil neu oder gebraucht kaufen, findet man häufig nicht genau das, was einem vorschwebt. Raumaufteilung, Stau-Möglichkeiten und Farben oder Materialien der Möbelfronten entsprechen oft nicht dem eigenen Bedarf oder Geschmack. Eine Möglichkeit, die viele in Betracht ziehen: den Van oder den Wohnwagen selbst ausbauen. 

vanausbau-dämmung-klöpferholz-free-photos-pixabay1Vanausbau selber machen: Zuladung berechnen

Die Ausbaumaterialien für Dämmung und Verkleidung, die Technik für die Elektro- und Sanitärversorgung und nicht zuletzt für den Möbelbau bringen Gewicht in das Wohnmobil, den Campingbus oder den Wohnwagen. Sie müssen in das zulässige Gesamtgewicht des Reisemobils eingerechnet werden. Und der Ausbau von Transporter oder Camper muss noch genügend Spielraum für Fahrgäste und Gepäck lassen – allein das übliche Inventar von Werkzeugkoffer über Kabeltrommel, Grill, Kleidung, Geschirr bis zu Lebensmitteln wiegt schon um die 350 Kilogramm . Berechnen Sie also vor dem Kauf von Material für den Selbstausbau die mögliche Zuladung durch den Ausbau des Wohnmobils. Sie ergibt sich aus dem zulässigen Gesamtgewicht minus Leergewichts. Ermitteln Sie vor dem Vanausbau das Leergewicht des Fahrzeugs am besten mit vollem Tank. Die Kunst beim Camper-Selbstausbau: Gewicht sparen bei gleichzeitiger Stabilität der Einrichtung – schließlich soll der Ausbau von Kastenwagen, Transporter, Mini-Camper oder Wohnwagen auch einem harten Bremsmanöver standhalten, ohne sich zu lösen. Foto: paulbr75/pixabay.com

vanausbau-kloepferholz-dämmung-hilary-bird-unsplashWohnmobil ausbauen: Ausbau-Materialien für den Vanausbau

Der DIY-Ausbau von Reisemobil oder Caravan beginnt mit der Dämmung von Boden, Seitenwänden und Decke. Eine Isolierung ist angenehm, sie puffert im Sommer die Hitze und im Frühjahr und Herbst noch oder schon kühle Außentemperaturen. Für das Wintercamping ist eine Isolierung unerlässlich. Die Isolierung von Van oder Reisemobil hat noch einen weiteren Vorteil: Eine Dämmung im Fahrzeug dämpft Fahrgeräusche. Drittes Argument für eine Dämmung im Campingmobil: Beim Atmen, Kochen und der Benutzung der Sanitärausstattung wird Wasser an die Luft abgegeben, die am kaltem Blech der Karosserie kondensiert. Eine Isolierung vermeidet dieses Tauwasser, das zu Schimmel und Rost führen kann. Foto: Hilary Bird/unsplash.com

Welches Material für die Dämmung im Wohnmobil?

Die Isolierung im Wohnmobil muss gewährleisten, dass sich keine Feuchtigkeit am Karosserieblech niederschlagen kann. Es empfiehlt sich geschlossenporiges Dämmmaterial, damit spart man sich die Dampfsperre. Entscheiden Sie sich für einen offenporigen Dämmstoff, sollten Sie zusätzlich eine Dampfsperre einbauen – eine Folie zwischen Bodenblech bzw. Außenwand und Isoliermaterial.

Es kommen verschiedene Materialien für die Fahrzeugdämmung in Frage:

  • Hartschaumplatten: Wegen der geringen Kosten entscheiden sich Viele, ihr Wohnmobil oder den VW-Bus mit Hartschaumplatten zu dämmen. Allerdings wird von „Styropor“ oder „Styrodur“ zum Ausbau von Van oder Bus als Isoliermaterial häufig abgeraten. Die Dämmplatten für den Vanausbau sind starr und lassen sich schwierig an die gewölbten Innenwände eines Reisemobils anpassen. Als dämmende Bodenplatte für den Camperausbau kann Hartschaum jedoch eine preisgünstige Lösung sein.
  • Verbundplatten mit XPS-Kern/Sandwichplatten: Als Alternative zu Hartschaum verwendet man vielfach XPS als Material zur Bodendämmung, wenn man einen Camper oder Sprinter selbst ausbauen möchte.  Bei XPS handelt es sich um einen Hartschaum aus  „extrudiertem Polystyrol”. Vorteil: Das Material für den Busausbau ist geschlossenporig und nimmt kein Wasser auf. Optisch ansprechend wird XPS-Isomaterial durch ein aufgeleimtes Holzfurnier. Solche Sperrholz-Verbundelemente oder Sandwichplatten mit XPS-Kern zeichnen sich durch Druckfestigkeit und Feuchteunempfindlichkeit aus.
  • Mineralwolle oder Klemmfilz: Mineralwolle in Rollen oder Bahnen, auch Klemmfilz genannt, eignet sich hervorragend als Dämmstoff für den Blechboden, wenn Sie Ihren VW-Bus, Van oder Kastenwagen selber ausbauen möchten.  Bedenken Sie jedoch: Wenn Sie Mineralwolle (früher Glaswolle genannt) als Isoliermaterial für Kastenwagen und Wohnmobil einbauen, nimmt es Feuchtigkeit auf und sollte mit einer zusätzlichen Dampfsperre vor Feuchtigkeit geschützt werden.

Alternativen für die Dämmung des Campervans: Kork und Holzfaser

Ökologisch interessante Alternativen zu Dämmstoffen auf Erdöl-Basis für den Campingausbau sind natürliche Materialien wie Kork – als Korkplatte oder Korkrolle. Umweltfreundlich ist auch eine Holzfaserdämmung. Holzfaser-Dämmplatten als Material für die Dämmung des Wohnmobils überzeugen mit guten Dämmeigenschaften und dünsten keine unangenehmen oder bei einem Brand gar schädlichen Gerüche aus.

Dämmung im Campingmobil lückenlos abdichten

Beim Dämmen oder isolieren von Van, Crafter, LKW und Bus spart man Fenster und Türen natürlich aus. Arbeiten Sie hier sorgfältig, verlegen Sie das Material für die Dämmung ganz bis an die Ränder. Schließen Sie Nähte und Fugen mit  Klebe- und Dichtband. 

vanausbau-dämmung-klöpferholz-paulbr.75-pixabayAntidröhnmatte für den Vanausbau – notwendig oder überflüssig?

Die Dämmung von Bodenplatte und Seitenwänden schlucke in der Regel Geräusche ausreichend, sagen Viele. Wer jedoch ganz sicher gehen möchte, kleidet den Blechboden von Kastenwagen oder Transporter mit Antidröhn-Matten aus oder – als interessante Alternative – mit schallabsorbierendem Akustikvlies. Das feuchtraumbeständige Glasfaservlies hat rückseitig aufgebrachten Haftnoppen, die sofort nach abziehen der Schutzfolie kleben. Beschichten Sie damit sowohl die Bodenwanne des Campingfahrzeugs als auch die Seitenwände. Foto: Free-Photos/pixabay.com

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