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Holztüren: Warum ein Preisvergleich lohnt

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Warum sich hochwertige Holztüren lohnen, lesen Sie hier im Klöpfer Handwerker Blog. Mit 120 Seiten virtuellem Schaufenster "Türen für jeden Einrichtungsstil" gratis zum Downloaden! Foto: kloepfer.de

Einfach schön: Holztüren für innen

Zimmertüren sperren Blicke und Geräusche aus, stoppen Heizwärme auf ihrem Weg in den Flur und unterstreichen nicht zuletzt das individuelle Wohn- und Einrichtungskonzept. Es gibt drei Bauarten für Zimmertüren aus Holz: Man fertigt sie aus Brettern mit oder ohne Nut und Feder, baut sie aus Rahmen und Füllung oder setzt sie zusammen aus einem nicht sichtbaren „Innenleben“, der Mittellage, und einer Oberfläche. Der Aufbau einer Tür entscheidet über Gewicht, Stabilität und Qualität und beeinflusst ihren Schall- und Wärmeschutz. Innentüren aus Massivholz oder mit einer Oberfläche aus echtem Holz gibt es von preisgünstig bis hochpreisig. Wie der Preisunterschied von Holztüren zustande kommt, lesen Sie hier im Klöpfer Handwerker Blog. 
 

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Rustikale Innentüren aus Massivholz: Brettertüren

Massivholztüren, zusammengesetzt aus gehobelten Nut- und Federbrettern, sind die ursprünglichste Art von Wohnraumtüren. Sie wirken durch ihre Holzmaserung und Äste natürlich, urig und rustikal. Sie passen gut in ein Landhaus oder zu einer Einrichtung im Schweden-Stil. Auch in einem Chalet oder Ferienhaus geben sie dem Interieur den letzten Schliff. Schwankungen von Raumtemperatur und Feuchtigkeit lassen Holz allerdings arbeiten – gelegentlich so stark, dass sich Holztüren aus Brettern verziehen und nicht mehr zuverlässig schließen. Solche Türen baut man üblicherweise aus einfachen Hölzern wie Fichte oder Kiefer, so dass sie günstig sind, wenn man sie selber bauen möchte. Tischler und Schreiner fertigen Brettertüren als Anschlagtüren oder Schiebetüren für Innenräume stilecht nach historischem Vorbild oder passen sie in moderner Ausführung in Form, Holzart und Gestaltung an den jeweiligen Wohnstil an. Foto: Dmitry Zvolskiy-pexels.com

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Rahmentüren oder Füllungstüren aus Schnittholz 

An Rahmentüren aus Schnittholz hält ein umlaufender Holzrahmen (der Fries) eine oder mehrere Türfüllung(en) aus Holz oder Glas. Solche Türen sind vergleichsweise günstig herzustellen und vom Gewicht her in der Regel leicht – so müssen die Beschläge nur ein geringes Gewicht tragen und werden wenig beansprucht. Allerdings ist die Gefahr groß, dass sich die massive Konstruktion verzieht. Türen mit einem Rahmen aus Massivholz und Füllungen aus verleimten Holzschichten machen diesen Nachteil wett, kosten jedoch mehr als Türen mit Massivholzrahmen aus einlagigem Schnittholz. Moderne Rahmen-Innentüren haben ein Flächengewicht ab etwa 13 kg/qm. Abhängig von Aufbau, Holzart und handwerklicher Leistung es gibt sie im unteren, mittleren und oberen Preissegment. Foto: pixabay.com

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Rahmentür aus stabverleimtem Massivholz

Formstabiler sind Vollholztüren mit Rahmen und Füllung jeweils aus Holzstäben, die zu massiven Bauteilen verleimt sind – das Innenleben der Tür bilden in diesem Fall massive Holzteile aus verleimten Stäben. Dieser Aufbau einer Innentür schließt Verzug und Rissbildung nahezu aus. Eine Platte aus massiven, miteinander verleimten Massivholz-Stäben präsentiert sich ohne oder mit Decklage in einem interessanten Holzstreifen-Design. Stabverleimtes Massivholz wird häufig für Türen im Landhausstil oder in alpenländischen Häusern verwendet. Für diesen anspruchsvollen Türaufbau wählt man in der Regel hochwertiges Holz, so dass solche Türen für Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad preislich im mittleren bis oberen Segment zu finden sind. Foto: kloepfer.de

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Rahmentür aus schichtverleimtem Massivholz 

Wenn alle Teile der Holztür, also Rahmen und Füllungen, aus jeweils dreifach verleimten, massiven Holzschichten zusammengesetzt werden statt aus verleimten Stäben, spricht man von einer Wohnraumtür aus schichtverleimtem Holz. Die Mittellage aus verleimten Holzschichten trägt dann auf beiden Seiten der Innentür eine Deckschicht aus Holz oder Echtholzfurnier. Der Vorteil dieses Türenaufbaus: hohe Stabilität, sehr geringe Neigung zu Verzug oder Rissbildung und gute Schalldämmung. Die Fertigung von Zimmertüren aus schichtverleimtem Holz ist ein aufwändiger Prozess und verlangt Präzision, die Schalldämmung ist gut. Der Preis liegt daher im oberen Segment und variiert hier nach der Holzart für die sichtbare Oberfläche, die auf die Innenschicht aufgebracht wird. Zimmertüren aus schichtverleimtem Holz sind an Stabilität nicht zu übertreffen und punkten mit hervorragendem Schallschutz. Foto: dana.at

Glatte Türen für Innenräume

Türen mit planer Oberfläche zählen zu den glatten Türen. Die Mittellage befindet sich unter der sichtbaren Holzoberfläche und kann aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen. Glatte Türen gelten heute als Standard-Türen und lassen sich in allen Räumen und passend zu jeder Einrichtung einsetzen. Sie bestehen aus einem Holzrahmen (im Bereich von Bändern und Türgriff oft verstärkt) und einer glatten Platte zu beiden Seiten. Im Holzrahmen sitzt ein Kern –  seine Konstruktion entscheidet, wie stabil die Tür ist. Vier Arten von Einlagen sind wählbar. Eine große Auswahl an Standardtüren finden Sie übrigens im Klöpfer OnlineShop.

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Innentür mit Vollspanplatte/MDF

Glatte Türen lassen sich aus nicht sichtbarem Rahmenholz und Mittellage bauen – diese widerum kann eine Spanplatte sein oder eine Platte aus MDF (mitteldichte Faserplatte). Die sichtbaren Oberflächen einer Holztür mit Vollspan-Einlage bilden großflächige Echtholzfurniere. Auch verglaste Lichtausschnitte sind möglich. Innentüren aus MDF- oder Spanplatten wiegen mit einem Flächengewicht zwischen 23 und 34 kg/qm schwer, sind extrem stabil und dämmen Schall sowie Wärme hervorragend. Deshalb eignen sie sich sogar als Wohnungsabschlusstüren und können, je nach Hersteller-Programm, in einem Designverbund exakt passend zu den Zimmertüren gewählt werden. Preislich liegen Innentüren mit Vollspan- oder MDF-Einlage in der Mittel- bis Oberklasse.

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Innentür mit Röhrenspanplatte

Im Gegensatz zur vollflächigen Platten-Einlage durchziehen in dieser Türenart ausgebohrte Quer-Röhren die Türeinlage. So bleibt die Tür hochwertig, ausgesprochen stabil und wärme- sowie schalldämmend, wird aber leichter: Das Flächengewicht einer Innentür mit Röhrenspanplatte liegt bei 15 kg/qm. Türen mit einem Innenleben aus Röhrenspanplatte neigen kaum zu Verzug und werden idealerweise als Zwischenraum-Türen eingesetzt, wenn ein höherer Schallschutz erwünscht ist. Soll die Tür spezielle Funktionen erfüllen, beispielsweise in Bezug auf Brand- oder Schallschutz, erhalten die Türen statt einer Einlage aus Röhrenspan schichtweise aufgebaute Spezialeinlagen. Ein Röhrenspankern als Türeinlage gilt als hochwertig, der Preis von Röhrenspan-Türen liegt im mittleren Segment.

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Innentür mit Röhrenspanstreifen oder Röhrenspansteg

Materialsparender und leichter sind Zimmertüren, deren Hohlraum in Abständen mit einzelnen Röhrenspanstreifen gefüllt ist. Das heißt: Statt einer ganzen Platte mit Ausbohrungen werden lediglich ausgebohrte Spanplatten-Streifen verwendet. Diese Wohnraumtüren mit einem Flächengewicht um 12 kg/qm eignen sich für eine mittlere mechanische Beanspruchung und sind dementsprechend preisgünstiger als Türen aus Röhrenspanplatten.

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Innentür mit Wabeneinlage

Eine Zimmertür mit Wabenkern (auch Verbundeinlage genannt) gehört zu den preisgünstigsten Innentüren. Allerdings sind sie aufgrund ihrer Einlage aus imprägniertem, wabenförmig geknicktem Karton mit einem Flächengewicht von etwa 8 kg/m² sehr leicht und üblicherweise weder schall- noch wärmedämmend. Herkömmliche Innentüren mit Wabenkern sind weniger widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchung und sollten nur für Räume gewählt werden, die man selten betritt. Wabeneinlagen von Markenherstellern wie HolzMeister Türen sind aber besonders engmaschig dimensioniert und im Schlossbereich zusätzlich verstärkt. Durch den Einsatz hochwertiger Werkstoffe erzielen einige Markenhersteller von Innentüren wie DANA mit der Karton-Wabenfüllung sogar einen guten Schalldämmwert für Innenräume bis zu 28 dB. Illustrationen: HolzMeister.de

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Holz macht Bäder wohnlich. Lesen Sie dazu unseren Blog-Post Holz im Bad: 5 Tricks, die Sie kennen sollten!